Aus bislang ungeklärter Ursache kam es zum Austritt von Gefahrstoffen.

In dem Betrieb war aus einem Spezialbehälter eine Wässrige Lösung ausgetreten. Sie beinhaltet unter anderem 12% Fluorwasserstoffsäure und 36% Salpetersäure.

Die Einsatzleitung beschloss das Transport-Unfall-Informations-und Hilfeleistungssystem (TUIS) zu aktivieren. Hier können Rund um die Uhr Experten erreicht, nächstgelegene zuständige Spezialkräfte angefordert werden. Bei diesem Einsatz unterstütze die Werksfeuerwehr Wacker Chemie Burghausen mit speziellen Know-How.

Aufgrund der Lage vor Ort, aus Gründen der Sicherheit wurde ein Gebiet in einem Radius von Rund 200 Metern rund um die Einsatzstelle komplett abgesperrt und geräumt. Die betroffenen Rund 30 Anwohner wurden Evakuiert. 3 Bewohner des betroffenen Gebäudes wurden vorsorglich ins Klinikum Passau verbracht. Die Ortsdurchfahrt und Nebenstraßen waren während der Gesamten Einsatzmaßnahmen komplett für den durchfahrenden Verkehr gesperrt. Am späten Nachmittag konnte dieser Zustand weitestgehend aufgehoben werden.

Einsatzkräfte der verschiedenen am Einsatz beteiligten Wehren gingen - zum Teil in speziellen Chemikalien-Schutzanzügen, zum Teil unter schwerem Atemschutz nebst zusätzlicher Sonderausrüstung - an und/oder in das betroffene Gebäude vor. Gemeinsam mit den Spezialkräften arbeitete man mehrere Stunden daran, die Gefahr zu bannen.

Soweit es mit Mitteln der eingestetzten Feuerwehren möglich war, wurde die ausgetretene Flüssigkeit im betroffenen Gebäude aufgenommen. Im laufe des Nachmittags schritten die Arbeiten zügig voran. Erschwert wurden die Aktivitäten an diesem Hochsommerlichen Sonntag durch die vorherrschenden Ausentemperaturen: bis auf 32° Celsius im Schatten stieg das Thermometer an. Die Polizei hat im Anschluss das Gebäude versiegelt und somit das betroffene Areal gegen den Zugang unberechtigter gesperrt. Die weiterem Arbeiten im Haus werden seitens einer Spezialfirma weitergeführt.

Wie es zu dem Austritt kam muss schlussendlich noch gelärt werden. Ob und wie die betroffenen Gebäudeteile weiter genutzt werden können ist ebenfalls noch offen.

Bis zu 400 Einsatzkräfte waren Vor Ort.

Der Einsatz war gegen 19 Uhr ( 9,5 Stunden) für uns beendet.